Wie bekomme ich Vögel ins Nachthaus der Voliere?

29-01-2026

Wie bekomme ich meine Vögel abends ins Nachthaus der Voliere?

Manchmal kann es eine Herausforderung sein, Ihre Vögel abends in das Nachtversteck der Voliere zu bringen. Besonders in einer größeren Voliere neigen Vögel dazu, draußen sitzen zu bleiben oder sich auf verschiedene Plätze zum Schlafen zu verteilen. Wichtig ist jedoch, dass sie nachts im Nachtversteck sind – dort sind sie besser vor Raubtieren, Zugluft und Wetter geschützt, und haben eine ruhigere und sicherere Nachtruhe.

Ein gut gestaltetes Nachtversteck sorgt außerdem für ein stabiles Klima, wodurch die Vögel weniger anfällig für Krankheiten und Stress sind. Mit etwas Geduld und ein paar cleveren Techniken können Sie den Prozess für sich und Ihre Vögel deutlich erleichtern und eine feste Routine schaffen, die für alle angenehm ist.

  • Das Nachthaus als sicheren Ort etablieren

    Damit Ihre Vögel das Nachthaus der Voliere gerne nutzen, muss es sich für sie angenehm und vertraut anfühlen. Ein sauberes, trockenes Nachthaus mit ausreichend Sitzstangen ist die beste Grundlage. Je wohler sich Ihre Vögel dort fühlen, desto eher werden sie diesen Platz als festen Schlafplatz akzeptieren.

    Das Nachthaus sollte ruhig liegen, frei von Zugluft sein und genug Platz für alle Vögel bieten. So entsteht ein Ort, den Ihre Tiere mit Sicherheit und Geborgenheit verbinden.

     

  • Eine feste Abendroutine schaffen

    Vögel sind echte Gewohnheitstiere. Eine gleichbleibende Routine hilft enorm dabei, sie an das Nachthaus zu gewöhnen. Wenn Sie jeden Abend etwa zur gleichen Zeit das Futter ins Nachthaus stellen, entsteht schnell eine klare Verbindung: Futter gibt es im Nachthaus, also gehört auch der Schlafplatz dorthin.

    Nach kurzer Zeit werden viele Vögel ganz von selbst in das Nachthaus fliegen, sobald es Abend wird.

     

  • Mit kleinen Signalen arbeiten

    Auch kleine Rituale können den Übergang erleichtern. Ein leises Pfeifen oder ein immer gleiches Geräusch kann den Tagesabschluss ankündigen. Ihre Vögel lernen schnell, dieses Signal mit dem Gang ins Nachthaus zu verbinden.

    Wichtig ist, dabei ruhig zu bleiben und Geduld zu haben. Zwang oder hektische Bewegungen führen eher zu Stress und können das Vertrauen in das Nachthaus beeinträchtigen.

    Ein kleines Signal, das immer zur gleichen Zeit gegeben wird – zum Beispiel ein leises Glöckchen oder ein bestimmter Ton – kann ihnen helfen, den Zeitpunkt für den Einzug ins Nachtversteck zu erkennen.

     

  • Mit Futter oder Leckereien locken
    Eine einfache Methode, die Vögel ins Nachtversteck zu locken, ist, dort Futter oder eine Lieblingsleckerei zu platzieren. Vögel folgen ihrer natürlichen Nahrungssuche und gehen so eher freiwillig hinein.

    Sie können z. B. jeden Abend das Futter in das Nachtversteck bringen. Nach einigen Tagen oder Wochen entsteht meist ein Automatismus, und die Vögel gehen von selbst hinein.
     

  • Dunkelheit als Unterstützung
    Wenn es außerhalb des Nachtverstecks noch zu hell ist, kann es helfen, das Versteck etwas dunkler zu machen. Vögel suchen instinktiv einen ruhigen, dunklen Ort zum Übernachten.

    Das gelingt z. B. durch natürliche Schatten, ein schützendes Dach oder eine temporäre Abdeckung eines Teils der Voliere. Auf diese Weise verstärken Sie das Sicherheitsgefühl und machen das Nachtversteck noch attraktiver.
     

  • Stressvolle Methoden vermeiden

    Mit etwas Zeit und Konsequenz wird das Nachthaus der Voliere für Ihre Vögel zu einem festen und vertrauten Ort. Geduld zahlt sich aus. Was anfangs vielleicht noch Übung braucht, wird schnell zur Gewohnheit. Schon bald gehen Ihre Vögel ganz selbstverständlich abends in ihr Nachthaus, ohne Stress, ohne Druck und ganz von selbst.

    Techniken wie das Aufjagen der Vögel oder der Einsatz von Fangnetzen können viel Stress auslösen. Dies kann dazu führen, dass die Vögel Angst vor dem Nachtversteck bekommen und es künftig noch schwieriger ist, sie herein zu bekommen.

    Bleiben Sie daher immer ruhig und geduldig und belohnen Sie gutes Verhalten mit Futter oder einem vertrauten Ton.
     

Ein ruhiger Übergang in die Nacht

Wenn Sie diese Methoden konsequent anwenden, entsteht ein ruhiger und natürlicher Übergang zum Nachthaus. Das sorgt für weniger Stress bei den Vögeln und macht den Ablauf am Abend deutlich entspannter. Mit etwas Geduld und einer festen Routine werden Sie schnell feststellen, dass Ihre Vögel immer selbstverständlicher und freiwilliger ins Nachthaus gehen.

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